Ausrüstung

Das Surfbrett

Ohne Surfbrett kein Surf. Einfache Regel! Schade, dass es keine genauso einfache Regel dafür gibt, welches Brett für euch das beste ist. Je größer und schwerer Ihr seid, desto größer sollte auch euer Brett sein. Ein großes Brett gibt Euch mehr Volumen und damit mehr Auftrieb. Es bringt nichts, wenn Ihr ein zu kleines Brett habt, das so wackelig ist und Ihr selten bis gar nicht den Take-off erfolgreich übersteht. Für Anfänger eignet sich am besten ein Malibu oder Minimalibu mit einer Länge zwischen 7 und 8 Fuß.

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Quelle: Waveculture Fazination Surfen von Stefan Strauss

Die runde Nose macht es einfacher, eine Welle zu bekommen und das breite Tail hilft Euch, Fehler bei der Fußstellung auszubügeln. Bevor Ihr Euch Euer erstes eigenes Brett kauft, solltet Ihr Euch über Eure Surfkenntnisse ehrlich im Klaren sein· und Euch nicht von den „kleinen weißen“ Shortboards blenden lassen. Sie sehen zwar „ viel cooler“ aus, bringen einem Anfänger aber nicht wirklich was. Bei gebrauchten Brettern werdet Ihr oft Dellen und andere Gebrauchsspuren finden. Das ist nicht schlimm, das Brett darf nur kein Wasser gezogen haben, da es dadurch sehr schnell brechen kann. Lasst Euch beim Surfbrettkauf am besten immer von einem erfahrenen Surfer beraten. Eine teurere Variante ist es, sich sein persönliches Brett von einem so genannten Shaper fertigen zu lassen, der ein Brett nach Euren Können und Anforderungen anfertigt.

Maße der Surfbretter werden immer in Fuß (ft.) und Inch (in.) angegeben. 12 Inch (1in = 2,54cm) ergeben einen Fuß (1ft = 30,48cm)

Umgang mit Surfbrettern:
Ihr solltet mit allen Brettern immer ordentlich und vorsichtig umgehen. Das gilt gerade für geshapte Boards. Diese Bretter sollten möglichst nirgendwo anecken. Dadurch können Risse entstehen, durch die sich das Brett mit Wasser füllt und dann unbrauchbar wird. Lasst geshapte Bretter nie zu lange der Sonne ausgesetzt: Der Kern vergilbt und der Harz wird schnell spröde. Im Klartext; das Brett geht schneller kaputt!

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Brettart Länge Besondere Merkmale
Longboard Ab 9 Fuß Runde Nose, viel Volumen, schwer durch die Brandung zu manövrieren,
Gun Ab 7 Fuß Spitze Nose, lang und schmal, für sehr schnelle und große Wellen gedacht
Malibu/Minimalibu Von 7 bis 9 Fuß Runde Nose, viel Volumen, liegt ruhig im Wasser, perfektes Anfängerbrett
Funboard Ca. 7 Fuß Ähnelt dem Malibu, drehfreudiger als das Malibu, stabiler als das Shortboard
Shortboard Bis 7 Fuß Spitz zulaufende Nose, 3-Finnen-anordnung, geeignet für radikale Manöver
Fish Ca. 6 Fuß Kleiner und breiter als das Shortboard, durch „Schwalbenschwanz“ extra Auftrieb

Quelle: Waveculture Fazination Surfen von Stefan Strauss

 

All The Other Stuff

Neoprenanzug:
Wenn man das erste Mal einen Neoprenanzug anzieht, fühlt man sich wie eine Presswurst. Das muss aber auch sein, denn der Neoprenanzug soll Euch im Wasser vor Unterkühlung schützen. Er muss gerade im Lendenwirbelbereich sehr eng anliegen, damit die kälteanfälligen Nieren bestens geschützt sind. Wie dick der Neoprenanzug sein sollte, hängt von der Wassertemperatur ab, in der man surfen geht - und natürlich von Eurer eigenen Kälteempfindlichkeit. Bei einer Wassertemperatur von 15 bis 20° empfiehlt sich ein langer 3´2 Neoprenanzug. Das bedeutet 3 Millimeter Neopren am Körper und 2 Millimeter an Armen und Beinen. Ab 20° Wassertemperatur kann man überlegen, einen „Shorty“ (Neoprenanzug mit kurzen Armen und Beinen) zu tragen. Dieser bringt mehr Bewegungsfreiheit als ein langer Neoprenanzug. Ein Tipp am Ende: Der Reißverschluss ist immer auf dem Rücken!

Wax:
Das Wachs wird auf die Stellen auf das Brett gerieben, auf denen Ihr beim Surfen steht. Es gibt Euch einen festen Stand beim Surfen - und es riecht gut. Aber besser nicht probieren! Für die verschiedenen Wassertemperaturen braucht ihr auch unterschiedliche Wachse. Also kein Wachs für kaltes Wasser im warmen Wasser benutzen, da er hier direkt verfließst. Am Strand solltet Ihr darauf achten, dass kein Sand an den Wachs kommt, da dieser kleben bleibt, und Ihr dann ein Schleifpapier-ähnliches Deck habt. Die Sonne sollte genauso vom Wachs ferngehalten werden; das Wachs würde verlaufen und Ihr müsstet wieder neu einwachsen. Hat das Wachs nicht mehr die gewünschte Haftung (Grip), könnt Ihr ihn mit dem Wachskamm aufrauen, oder Ihr entfernt ihn komplett und wachst Euer Brett neu ein. Hier auch ein Tipp am Ende: Am besten tragt Ihr den Wachs in kreisenden Bewegungen auf Euer Brett auf!

Leash:
Die Leash ist die Schnur, die Euch mit dem Surfbrett verbindet. Sie sollte lang genug sein, um Euer Brett bei einem Sturz auf Distanz halten zu können. Ihr solltet immer Eure Leash checken, ob nirgendwo Risse sind, ob der Klettverschluss noch richtig fest zusammenhält und ob die Drehgelenke einwandfrei sind. Es ist ein furchtbares Gefühl, wenn Ihr von einer Welle erwischt werdet und unter Wasser merkt, wie die Spannung an Euren Bein auf einmal weg ist. Das heißt, Eure Leash ist gerissen oder die Gelenke sind gepoppt. Dann heißt es schwimmen! Nicht immer ungefährlich. Also noch ein sehr guter Tipp am Ende: Seid nicht sparsam beim Leashkauf und wechselt sie sofort aus, sobald ihr irgendeinen Defekt entdeckt.

Noseguard:
Ist eine kleine Gummihülle für die spitze Nose bei Shortboards. Die Nose kann ohne Noiseguard im Wasser zu fiesen Verletzungen bei Euch selbst oder anderen Surfern und zu Beschädigungen von deren Brettern führen.

Boardbag:
Das Boardbag ist für den Transport von Surfbrettern gedacht. Für Flugreisen sollte man schon ein paar Euro mehr bezahlen, um ein ordentliches Boardbag zu bekommen, das eure Bretter gut vor nicht allzu zimperlichen Airport-Mitarbeitern schützt.
Die Boardsocken sind als Schutz vor Sand und Sonne am Strand gedacht.

Lycra:
Lycras sind enganliegende T-Shirt-ähnliche Hemden. Ein Lycra wird unter dem Neoprenanzug getragen, um die Reibung zwischen Neopren und Haut zu verhinderten. Wenn es so warm ist, dass Ihr ohne Neoprenanzug surfen gehen könnt, könnt Ihr das Lycra als Schutz vor der Sonne und vor Scheuerstellen auf Bauch und Brust nutzen. Bei Surfcontests werden farbige Lycras genutzt, um die Surfer auf dem Wasser zu unterscheiden.

Quelle: Take off von Lennard Schulze